Impotenz durch Blutdrucksenker – Beta-Blocker, ACE-Hemmer & Co.
Blutdrucksenker gehören zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten in Deutschland – und zu den häufigsten Verursachern von Erektionsproblemen. Beta-Blocker, Diuretika und einige ACE-Hemmer können die Erektion erheblich beeinträchtigen.
Welche Blutdrucksenker verursachen Impotenz?
Besonders häufig betroffen sind Beta-Blocker (Metoprolol, Bisoprolol, Carvedilol), Thiazid-Diuretika (Hydrochlorothiazid, Chlortalidon) und zentral wirkende Antihypertensiva. Auch ACE-Hemmer wie Ramipril und Sartane wie Candesartan können in seltenen Fällen Erektionsprobleme verursachen.
Wie Blutdrucksenker die Erektion beeinflussen
Eine Erektion braucht erhöhten Blutfluss in den Schwellkörper. Blutdrucksenker senken den Blutdruck systemisch – und damit auch die Durchblutung des Penis. Beta-Blocker hemmen zusätzlich das sympathische Nervensystem, das an der sexuellen Erregung beteiligt ist.
Was Sie tun können
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über einen möglichen Wirkstoffwechsel – niemals Medikamente eigenmächtig absetzen. Unabhängig davon: Die psychische Komponente (Versagensangst, Frustration, Rückzug) bleibt oft bestehen und sollte therapeutisch bearbeitet werden. Sexualtherapie hilft, den Teufelskreis zu durchbrechen.
Wichtiger Hinweis: Setzen Sie niemals Medikamente eigenmächtig ab oder ändern die Dosierung. Sprechen Sie immer zuerst mit Ihrem behandelnden Arzt. Sexualtherapie ersetzt keine ärztliche Behandlung – sie ergänzt sie um die psychische Komponente.
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